Das 1912 entstandene „Bürgerheim“ war von einzelnen Ökonomiegebäuden eingefasst und bot bis zu 80 Pensionären eine Heimat. In den 70er Jahren entstand auf der Parzelle der erste Erweiterungsbau als „Krankenheim“ - das heutige Haus See. Ende der 80er Jahre wurde das Haus Berg mit 56 zusätzlichen Heimplätzen erstellt und somit die heutige Gesamtanlage komplettiert. Die Parzelle wird eingefasst vom Untermosen – und Muslibach, sowie der Bürgerheim – und Speerstrasse. Man erreicht die Anlage aus Wädenswil von Norden herkommend über die Untermosenstrasse. Das Wohnheim präsentiert sich mit dem im Zentrum sitzenden Haus Tal, das zukünftig als Verwaltungsbau genutzt werden soll, sowie den flankierenden Wohngebäuden Haus Berg und Haus See. Die ausgedehnte, in sich verzahnte Struktur der Gesamtanlage, ermöglicht Bewohnern eine facetten- und abwechslungsreiche Tagesgestaltung, geprägt durch den Wechsel von halböffentlich und privaten Bereichen. Das Pflegezentrum staffelt sich aussenräumlich in zwei Ebenen. Dem an der Speerstrasse sitzende Aussenraum sowie dem im Norden liegenden „Eingangsraum“ an der Bürgerheimstrasse.
Das Projekt „T R I O L E“ greift den bereits vorherrschenden Gedanken einer Verzahnung von Natur und Gebäude auf. Als in sich versetzter Riegelbau konzipiert, besetzt er selbstbewusst den Bereich des Grundstückes entlang des Untermosenbaches. Vor und Rücksprünge, die sich um den Erweiterungsbau entwickeln, greifen, zusammen mit der Landschaft, wie zwei Zahnräder ineinander und generieren eine Verschmelzung von Natur und Gebäude, zudem ermöglichen sie einen äußerst sensiblen Umgang mit dem Bestand. Vorhandene volumetrische Elemente von den beiden Bestandsgebäuden werden in den Neubau übertragen. Die beiden resultierenden Innenhöfe werden von den 3 Gebäudevolumen sowie dem ins Terrain geschobene Erdgeschoss gefasst. Eine Gesamtanlage entsteht, die in ihrem Zentrum den historischen Bau inszeniert. Die öffentliche Verbindung findet Start – und Endpunkt an der jeweiligen Bushaltestelle der Speer – und Bürgerheimstrasse. Durch die Versprünge in der Fassade und einer Rhythmisierung der Bewohnerzimmer sowie dem Materialwechsel zum Sockelbau, findet eine „gestalterische Adressbildung“ der verschiedenen Nutzungen statt. Die bestehenden Parkplätze an der Bürgerheimstrasse werden beibehalten und dienen Besuchern und Mitarbeitern. Der bestehende, ins Terrain gedrückte Parkplatz am Untermosenbach wird aufgehoben, um den historischen Terrainverlauf wieder herzustellen. An diesem Ort, an dem Öffentlichkeit und Bewohner aufeinander treffen, wird das Restaurant verortet. Es ist somit dem Quartier und der Gemeinde zugewandt - Ein Ort der Begegnung entsteht.